Geschichte

Veröffentlicht am: 8. Februar 2026

Die Religiöse Landschaft Schifferstadts – Glaubensspuren

Die religiöse Landschaft Schifferstadts hat sich im Laufe der Zeit deutlich verändert. Während früher vor allem katholische und evangelische Gemeinden das religiöse Leben prägten, ist ihr Anteil heute im Verhältnis zu einer wachsenden Zahl konfessionsloser Menschen und Angehöriger anderer Glaubensrichtungen zurückgegangen.

Bereits im 18. Jahrhundert lebten vereinzelt jüdische Bewohner in Schifferstadt, und zu Beginn des 19. Jahrhunderts bildete sich eine dauerhafte jüdische Gemeinde.

Im Jahr 1830 wurde eine Synagoge errichtet, die nach einem Brand 1892 durch einen Neubau ersetzt wurde. Zudem eröffnete man 1897 eine jüdische Kapelle. Noch 1932 zählte die jüdische Gemeinde 29 Mitglieder. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde diese Gemeinschaft jedoch verfolgt und schließlich vernichtet: In der Reichspogromnacht 1938 wurde die Synagoge zerstört und der jüdische Friedhof geschändet.

Heute sind in Schifferstadt neben den weiterhin bedeutenden katholischen und evangelischen Kirchen auch weitere christliche Gemeinschaften vertreten, darunter die Neuapostolische Kirche, eine evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Baptisten) sowie die Internationale Baptistische Kirche. Gleichzeitig nimmt die religiöse Vielfalt zu, da der Anteil konfessionsloser Menschen und Anhänger anderer Glaubensrichtungen wächst.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Schifferstadt von einer traditionellen christlichen Dominanz, ergänzt durch eine historische jüdische Gemeinde, zu einer pluralistischeren Gesellschaft übergegangen ist, in der die beiden großen christlichen Konfessionen weiterhin die Mehrheit bilden, der Anteil anderer Religionen und Konfessionsloser jedoch stetig wächst.

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