Fundgeschichte, Datierung und Funktion

Der Goldhut von Schifferstadt

Der Goldene Hut von Schifferstadt gilt seit seiner Entdeckung 1835 als eines der bedeutendsten Kulturgüter der europäischen Bronzezeit und war der erste von insgesamt vier gefundenen Goldkegeln. Weitere Funde folgten in Avanton, Ezelsdorf und Berlin; aufgrund ihrer Ähnlichkeit werden sie als Typ „Schifferstadt“ bezeichnet. Die Goldkegel stammen vermutlich aus rituellen Deponierungen, also bewussten Niederlegungen im Boden, wie sie in der Bronzezeit üblich waren. Solche Vergrabungen konnten entweder dem Schutz wertvoller Gegenstände in Krisenzeiten dienen oder religiös motiviert sein, etwa als Opfergaben an göttliche Mächte.

The “Golden Hat” of Schifferstadt
Le Chapeau d’Or de Schifferstadt

Goldener Hut

von Schifferstadt

Einleitung

Seit seiner Entdeckung im Jahre 1835 zählt der Goldene Hut von Schifferstadt. zu den herausragenden Kulturgütern der europäischen Vorgeschichte. Er war der erste von vier Goldkegeln, die bisher ans Tageslicht kamen. So folgte auf den Schifferstädter Fund 1844 die Entdeckung des Goldblechkegels von Avanton (Poitou/Westfrankreich) und 1953 der Goldkegel von Ezelsdorf (Mittelfranken).

Berliner Goldhut

Weitere Funde

Schließlich erwarb 1996 das Museum für Vor- und Frühgeschichte in Berlin einen weiteren Goldblechkegel, den sogenannten „Berliner Goldhut“, mit unbekannter Herkunft aus dem Kunsthandel. Aufgrund ihrer Gemeinsamkeiten in Form und Verzierung werden die Goldkegel nach ihrem frühesten Fund als Typ „Schifferstadt“ bezeichnet. Soweit die Fundumstände Aussagen zulassen, stammen die Goldblechkegel aus rituellen Deponierungen, die neben Grab- und Siedlungsfunden eine weitere charakteristische Fundgruppe der Bronzezeit bilden.

Warum in der Bronzezeit wertvolle Metallgegenstände – wie Schmuck, Geräte und Waffen aus Bronze, ganz vereinzelt auch Goldobjekte – vergraben oder in Gewässern und Felsspalten versenkt wurden, lässt sich im Einzelfall nicht immer beantworten. Die Beweggründe für die Sitte, Horte niederzulegen konnten unterschiedlich sein und sind bis heute Gegenstand einer kontroversen Forschungsdiskussion. In Krisenzeiten war das Vergraben oft die einzige Möglichkeit, wertvolle Güter vor fremdem Zugriff zu schützen. Manche dieser Horte blieben ungeborgen und vergessen im Boden. Neben solchen profanen Absichten scheinen viele Deponierungen jedoch religiös motiviert gewesen zu sein. So wurden wertvolle Metallgegenstände als Opfergaben an Götter oder andere numinose Mächte in Ritualen unwiderruflich entäußert. Konkrete bronzezeitliche Gottheiten sind für Kontinentaleuropa zwar nicht belegt, aber das in den antiken Mittelmeerkulturen überlieferte Prinzip des Opfers „do ut des“ – „Ich gebe, damit du gibst“ ist auch für die Bronzezeit vorauszusetzen. Ebenfalls seit der Antike bekannt ist die rituelle Bestattung sakraler Gegenstände, die aus dem Gebrauch genommen wurden, um ihre Entweihung etwa durch das Wiedereinschmelzen des Metalls zu verhindern. Die Interpretation von Deponierungen als profaner Verwahrfund oder religiöse Niederlegung bedarf – neben der Fundanalyse – der genauen Dokumentation des Fundkontextes im Boden.

Bronzebeilen

Beifunde

Es ist ein glücklicher Umstand, dass bei der Meldung des Schifferstädter Goldhutes von der zuständigen Behörde ein sorgfältiges Fundprotokoll angefertigt wurde, dessen Details bis heute wichtige Informationen bieten. So sind, obwohl bereits im frühen 19. Jahrhundert geborgen, die Fundumstände des Goldhutes aus Schifferstadt detailliert überliefert. Zudem wurde der gut erhaltene Goldhut weitgehend unbeschädigt und mit seinen Beifunden, drei Bronzebeilen, dem Boden entnommen.

Archäologische Nachuntersuchung

Ruprecht-Karl-Universität Heidelberg

Im Laufe der Zeit war die genaue Kenntnis der Fundstelle verloren gegangen. Doch erlaubten die zeitgenössischen Fundprotokolle bei der archäologischen Nachuntersuchung des Fundplatzes durch das Institut für Ur- und Frühgeschichte der Ruprechts-Karls-Universität Heidelberg 2006 den Fundpunkt des Goldhutes im Gelände zu lokalisieren. Hierbei konnte auch ein unmittelbar angrenzendes bronzezeitliches Siedlungsareal untersucht wurde.

Die Geschichte seiner Entdeckung 1835

Es mag an ein Wunder grenzen, dass der „Goldene Hut“ von Schifferstadt im frühen 19. Jh. überhaupt entdeckt und unbeschädigt geborgen wurde und schließlich geradezu vorbildlich den Weg in die Öffentlichkeit gefunden hat.

Die Entdeckung bei Erdarbeiten am 29. April 1835 verdanken wir dem 23-jährigen Tagelöhner Jacob Geimer. Bereits am darauffolgenden Tag entstanden zwei Fundprotokolle, die den Hergang in manchen Details rekonstruieren lassen. So verfasste Franz Jacobus, der Bürgermeister von Schifferstadt, zunächst morgens eine kurze Zusammenfassung für das Landkommissariat in Speyer und am Nachmittag entstand ein ausführlicher Bericht im königlichen Regierungspräsidium in Speyer.

Fund auf dem Acker

von Jacob Geimer

Demnach beauftragte der Landwirt Joseph Eckrich, Jacob Geimer, von seinem Acker, eine schmalen Streifenparzelle, in der Gewanne Griesgarten Erde abzutragen, um damit einen in der Nähe gelegenen Acker zu erhöhen. Bereits am ersten Tag stieß Jacob Geimer gegen 16 Uhr mit dem Spaten in einem bis anderthalb Fuß Tiefe auf die „goldene Krone oder Mütze“. Sie stand aufrecht mit der Spitze nach oben auf einer vermeintlich eisernen Platte die „beym Anfassen ganz und gar zerbröckelt sey“. An der Krone waren seitlich drei „Keile von Bronce“ angelehnt.

Nach der Fundplatzbegehung vom 6. Mai 1835 verfasste Generalkommissar von Stengel für das Staatsministerium des Inneren einen dritten Bericht. Dieser stellt klar, dass der „goldene Hut“ nicht auf einer eisernen Platte stand, sondern auf einer tönernen. Zudem fanden sich noch „Bruchstücke eines Kupferdrahtes, über welchen der Rand der Hutkrempe gerändert war, um ihr Festigkeit zu geben“. Eine später hinzugefügte Notiz nennt dazu noch Ausrichtung und Katasternummer des Ackers sowie die ungefähre Lage „etwas nördlicher als die Mitte des Ackers“.

Erst diese Ortsangaben in den Protokollen ermöglichten eine Wiederentdeckung der Aushubgrube Jacob Geimers und damit der bronzezeitlichen Deponierungsstelle in den Ausgrabungen 2006.

Der Goldhutacker und die archäologische Ausgrabung von 2006

Der Fundplatz befindet sich auf einem flachen, langgezogenen Geländerücken im Bereich der eiszeitlichen Niederterrasse, etwa ein Kilometer östlich des Hochufers zur Rheinniederung. Der Sandrücken bildet an seiner östlichen Seite eine schwache Geländekante und fällt hier in ein Niederungsgebiet ab. Im Westen befindet sich dagegen ein tief eingeschnittener Drainagegraben, der Lissengraben. Die Ackeroberfläche besteht aus Flugsandablagerungen, die zu den nördlichen Ausläufern eines ausgedehnten, zwischen Speyer und Schifferstadt liegenden, Dünengebietes gehören.

Oberflächenfunde

Von Verein für Heimatpflege Schifferstadt und Generaldirektion Kulturelles Erbe

Die schmalen Streifenparzellen des 19. Jh. wurden seitdem durch Flurbereinigung zu ausgedehnten Ackerflächen zusammengelegt. Auf diesen hat der ehrenamtliche Mitarbeiter Andreas Best im Auftrag des Vereins für Heimatpflege Schifferstadt und der Generaldirektion Kulturelles Erbe über mehrere Jahre hinweg Feldbegehungen durchgeführt. Bei den zahlreichen mittels GPS eingemessenen Oberflächenfunden handelt es sich hauptsächlich um bronzezeitliche Keramikscherben. Die Fundverteilung deutet auf eine Siedlungsfläche von mindestens 1 ha Größe.

Im März 2006 wurde mit Unterstützung der Schifferstädter Baufirma Heberger AG eine 40 x 20 m große Grabungsfläche geöffnet, auf der die Fundstelle des Goldhutes vermutet wurde. Im Rahmen einer dreiwöchigen Lehrgrabung des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Ruprechts-Karls-Universität Heidelberg wurde die 800 m2 große Fläche nach archäologischen Spuren untersucht.

Grabungsfläche

3,40 x 2,30 m

Nach dem maschinellen Abtrag der Ackerkrume wurde am nördlichen Rand der Grabungsfläche, im Bereich der ehemaligen Streifenparzelle, eine subrezente, rechteckige Grube (Befund 5) von 3,40 x 2,30 m Ausdehnung angetroffen. Befund 5 bildet mit hoher Wahrscheinlichkeit die am 29. April 1835 von Jacob Geimer angelegten Aushubgrube der Erdarbeiten. 

Ihre gänzlich fundleere Verfüllung aus Flugsandlinsen, Stillwassersedimenten, lehmigem Sand und Mergellinsen entspricht den anstehenden Bodenschichten und lässt eine schnelle Zuschüttung der Grube mit dem eigenen Aushub erkennen. Der 2006 angelegte Profilschnitt des Grubenbefundes zeigt detaillierte Übereinstimmungen mit den amtlichen Protokollen von 1835. Und zwar sowohl hinsichtlich des natürlichen Bodenaufbaus als auch dem rekonstruierten Ablauf der Erdarbeiten.

Auf der rechten Seite des dokumentierten Bodenprofils zeigt sich noch die Sohle der flachen Grube, die der in Auftrag gegebenen Sandentnahme diente. Von dieser Grubensohle aus stieß Jacob Geimer auf die Spitze des Goldblechkegels. Die im ersten Bericht (30. April 1835) angegebene Tiefenangabe von ein bis eineinhalb Fuß entspricht der 2006 dokumentierten Grubensohle in 0,45–0,55 m Tiefe. Daraufhin gruben Joseph Eckrich und Jacob Geimer gemeinsam den aufrecht im Erdreich stehende Goldblechkegel mit den drei angelehnten Bronzebeilen aus. Gemäß Beobachtung der Ausgräber stand der Goldhut auf einer bröckeligen Platte, die im zweiten Fundprotokoll (30. April 1935) als „schwach gebrannte tönerne Platte“ beschrieben wird. Tatsächlich handelt es sich um eine auffällige, aber natürliche, nur wenige Zentimeter starke Schicht aus schwarzem Ton.

Die von Bauer Eckrich im dritten Protokoll (6. Mai 1835) angekündigte Nachuntersuchung der Fundstelle lässt sich ebenfalls im Ausgrabungsbefund belegen. Dabei wurde die Grube auf halber Fläche (ca. 2 x 1 m) um etwa 0,6 m weiter abgetieft. Schließlich wurde wohl direkt unterhalb des Fundpunktes eine kleinere weitere Eingrabung vorgenommen. Als man dabei vielleicht wie 2006 in 1,4 m Tiefe auf Grundwasser stieß, wurde die Grabung endgültig eingestellt. Am tiefsten Punkt der Grube fand sich bei der archäologischen Untersuchung eine auffällig große prähistorische Scherbe zusammen mit einem neuzeitlichen Ziegelfragment deponiert. Es hat den Anschein, dass Bauer Eckerich hiermit den Fundpunkt des Goldhutes für die Nachwelt markierte.

Kulturschicht

Aus Mittelbronzezeit

Nur wenige Meter südwestlich der Fundstelle des Goldhutes schloss sich eine langgestreckte Kulturschicht (Befund 16–18 u. 21) aus der Mittelbronzezeit an. Ihre östliche und nördliche Grenze wurde erfasst, im Westen und Süden führte sie jedoch über den Grabungsschnitt hinaus und konnte bisher nicht weiterverfolgt werden. Die Siedlungsablagerung mit einem teilweise erhaltenen Laufhorizont an der Oberkante ist in der pfälzischen Archäologie der Rheinebene etwas Besonderes.

Untersuchung der Siedlungsschicht

Bodenerosion durch Landwirtschaft

Die intensive Landwirtschaft mit der dadurch ausgelösten Bodenerosion führt in der Regel dazu, dass prähistorische Laufhorizonte gänzlich zerstört sind. Die Siedlungsschicht in Schifferstadt hat die Jahrtausende überdauert, weil das Gebiet nach der Aufgabe der mittelbronzezeitlichen Siedlung von Flugsand überlagert und auf diese Weise geschützt wurde. Die heute noch ca. 0,35 m mächtige Flugsanddecke entspricht dabei ungefähr der Tiefe des modernen Pflughorizontes. Deshalb wurde die Oberkante der Siedlungsschicht teils vom Pflug angekratzt, teils liegt sie wenige Zentimeter darunter erhalten.

Die schwarz-braune, etwa 0,2 m starke Ablagerung aus humos-lehmigem Sand entstand durch lokale Siedlungsaktivitäten. Hierbei wurde eine natürliche, bereits weitgehend verlandete Wasserrinne von ursprünglich etwa 0,6 m Tiefe durch die flächige Deponierung von Siedlungsabfällen gezielt und vollständig verfüllt. Pflanzliche Abfälle sind seit langem vergangen und bilden das humose Bodensubstrat. Dagegen haben sich Tierknochen als Speisereste sowie Fragmente von Keramikgefäßen und Kleinfunde erhalten.

Untersuchung der Siedlungsschicht

Bodenerosion durch Landwirtschaft

In einer ersten Sichtung der über 1000 Tierknochen wurde das für die Bronzezeit typische Haustierspektrum angetroffen wie Rind, Schwein, Schaf/Ziege und Pferd. Die Art und Zusammensetzung der tierischen Skelettreste, ihre Knochenzertrümmerung sowie die Häufigkeit von Hundefraßspuren lassen auf gewöhnliche Schlacht- und Speiseabfälle schließen, wie sie im Siedlungsmilieu üblich sind.

Untersuchung der Siedlungsschicht

Bodenerosion durch Landwirtschaft

Hinzu kommen mehrere tausend Funde, darunter Keramikscherben, Brandlehmstücke, Mahlsteinfragmente sowie Klopfsteine, die für eine intensive Besiedlung des Platzes während der Hügelgräberbronzezeit sprechen. Unter der Keramik dominieren Scherben von Grobgefäßen mit dicker Wandung, zumeist Töpfe unterschiedlicher Form und Größe, aber auch Schalen und vereinzelt Henkeltassen.

Die geborgene Töpferware entspricht damit dem Formspektrum an Vorratsgefäßen, Koch- und Speisegeschirr des täglichen Bedarfs. Weder die Speisereste noch die anderen Funde lassen eine besondere Auswahl oder Behandlung erkennen, wie sie bei rituellen Deponierungen an einem „Opferplatz“ zu erwarten wären.

Da sich die Siedlungsschicht über den Grabungsrand hinaus erstreckt, bleibt die ursprüngliche Ausdehnung vorerst unbekannt. Sicher ist jedoch, dass sie nur einen kleinen Ausschnitt der ursprünglichen Siedlungsfläche bedeckt. Vielleicht handelte es sich um eine Abfallzone in einem Feuchtgebiet am Rande der Ansiedlung.

Leider konnten im angrenzenden Areal der Grabungsfläche kaum weiteren Siedlungsreste, wie Pfosten- und Siedlungsgruben, dokumentiert werden. Die Besiedlung einer eiszeitlichen Sandinsel im Bereich der Niederterrasse des Rheins, dicht über dem Grundwasserspiegel, erforderte möglicherweise ein Siedlungsverhalten, das im Untergrund kaum Spuren hinterließ.

Datierung des Goldhutes

Die Datierung der Goldblechkegel vom Typ Schifferstadt erfolgt in erster Linie über Vergleiche der Ornamentik mit stilistisch ähnlichen Erzeugnissen aus dem mittel-, west- und nordeuropäischen Raum, darunter Goldgefäße, Schmuckscheiben und kappenförmige Goldblechkronen nebst ihren wenigen Beifunden. Die ältesten Vergleichsfunde reichen dabei bis in die späte Hügelgräberbronzezeit (14. Jh. v. Chr.) zurück.

Darüber hinaus bieten die mit dem Goldhut von Schifferstadt zusammen deponierten Bronzebeile weitere Indizien auf die Zeitstellung. Die im ungeschäfteten Zustand in einem rituellen Arrangement niedergelegten und mit rund 20 cm Länge überdurchschnittlich großen Bronzebeile zeigen keinerlei Gebrauchsspuren. Sie fügen sich in das variantenreiche Formspektrum der mittelbronzezeitlichen Absatzbeile West- und Mitteleuropas (ca. 15.–14. Jh. v. Chr.) ein. Doch fällt es schwer, genaue Vergleichsstücke namhaft zu machen, denn die Beile vereinen ältere und jüngere Merkmale. Gemäß den jüngsten Formelementen dürften die Bronzebeile um das 14. Jh. v. Chr. speziell als Kultgegenstände hergestellt worden sein.

Im März 2006 wurde mit Unterstützung der Schifferstädter Baufirma Heberger AG eine 40 x 20 m große Grabungsfläche geöffnet, auf der die Fundstelle des Goldhutes vermutet wurde. Im Rahmen einer dreiwöchigen Lehrgrabung des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Ruprechts-Karls-Universität Heidelberg wurde die 800 m2 große Fläche nach archäologischen Spuren untersucht.

Anhand herstellungstechnischer und stilistischer Merkmale lässt sich eine zeitliche Abfolge der Goldblechkegel rekonstruieren, an deren Anfang ohne Zweifel der Schifferstädter Goldhut (ca. 14. Jh. v. Chr.) steht. Es folgen die Goldkegel von Avanton und schließlich „Berlin“ und Ezeldorf, die alle in die spätbronzezeitliche Urnenfelderkultur (ca. 1300–800 v. Chr.) datieren.

Datierung der Siedlung

Während die Datierungshinweise zum Schifferstädter Goldhut in die späte Hügelgräberbronzezeit (14. Jh. v. Chr.) weisen, erscheint das nahegelegene Siedlungsareal älter. Wie die 2025 durchgeführte Fundauswertung der stratifizierten Siedlungsfunde aus der Grabung auf dem Goldhutacker von 2006 gezeigt hat, kann die Siedlungskeramik anhand der Gefäßformen, wie Töpfe, Schalen, Henkeltassen, allgemein der Mittelbronzezeit (Hügelgräberbronzezeit) zugewiesen werden.

Neben langlebigen Formen lassen die zeitlich sensibleren Merkmale einen Datierungsschwerpunkt in der frühen und mittleren Mittelbronzezeit (ca. 16./15. Jh. v. Chr.) erkennen. Eine bronzene Gewandnadel, die von dem oberen Laufhorizont in die Kulturschicht eingetreten wurde, stützt den Datierungsansatz der Keramikanalyse. Die sogenannte Lochhalsnadel mit kolbenförmigem Kopf datiert ebenfalls in den frühen bis mittleren Abschnitt der Mittelbronzezeit.

Um neben den formenkundlichen Zeitansätzen auch naturwissenschaftliche und damit unabhängige absolute Datierungen zu erhalten, wurden 2025 fünf Tierknochen aus verschiedenen Höhenbereichen der Kulturschicht beprobt. Die von der GDKE, Landesarchäologie Speyer beim Curt-Engelhorn-Zentrum für Archäometrie in Mannheim (CEZA) in Auftrag gegebenen Radiokohlenstoff- (14C-) Datierungen hat die archäologische Altersbestimmung bestens bestätigt. So weist die 14C-Datierung der Knochenproben auf ein Alter 1535–1420 cal. BC (Wahrscheinlichkeit 95 %), was ebenfalls der älteren bis mittleren Hügelgräberbronzezeit (16./15. Jh. v. Chr.) entspricht.

Es ist demnach davon auszugehen, dass sowohl der Goldhut von Schifferstadt als auch das angrenzende Siedlungsareal in die Mittelbronzezeit datieren. Doch dürfte die Herstellung des ältesten Goldhutes (ca. 14. Jh. v. Chr.) gemäß den Ausgrabungsergebnissen von 2006 erst bis zu einem Jahrhundert nach Aufgabe der Siedlung (16./15. Jh. v. Chr.) erfolgt sein. Zu der Frage, wie lange der Goldhut als Ritualgegenstand in Gebrauch war und wann er schließlich mit den Kultbeilen zeremoniell bestattet wurde, lassen sich lediglich Vermutungen anstellen.

Herstellung und Konstruktionsmerkmale

Der 29,6 cm hohe Goldblechkegel von Schifferstadt wurde aus einem Stück Gold getrieben und wiegt heute rund 350 g. In Anbetracht des spezifischen Feingoldgewichtes könnte das Ausgangsmaterial für die Treibarbeiten ein Barren von lediglich 4,31 x 4,31 cm Kantenlänge und 1 cm Stärke gewesen sein.

Das hohe konische Oberteil mit leicht gewölbten Seiten und einer abgerundeten Spitze verbreitert sich zu einem kalottenförmigen Unterteil und mündet schließlich in eine abknickende Krempe. Während Ober- und Mittelteil in einem Arbeitsgang gefertigt wurden, ist die ursprünglich schmale Krempe in einem späteren Arbeitsschritt auf 4,3 cm Breite ausgeschmiedet worden. Dies ist daran zu erkennen, dass die Krempe mit nur 0,13–0,08 mm Stärke wesentlich dünner ausgetrieben ist als der Konus mit 0,20–0,25 mm Blechstärke. Auch wurde sie mit anderen Punzwerkzeugen verziert als das Oberteil. Wie Abdrücke am Goldblech bezeugen, war der Krempenrand – wie beim „Berliner Goldhut“ – mit einem tordierten Bronzedraht verstärkt. Von diesem Draht wurden laut Fundprotokoll noch Fragmente geborgen, doch sind diese heute verschollen. Mit einem inneren Durchmesser von 17 x 18 cm ist die Kegelöffnung leicht oval. Im Inneren ließen sich noch Reste einer organischen „harz- und wollhaltigen“ Masse erkennen, bei der es sich vielleicht um Goldschmiedekitt handelte, der den fragilen Blechkörper stabilisierte.

Die gesamte Oberfläche des Goldkegels ist mittels Punztechnik mit schmalen, umlaufenden Ornamentbändern versehen. Die einfachen Ornamente aus Reihen gleichförmiger Elemente wurden auf der Außenseite mittels Negativpunzen (Musterstempel) eingedrückt. Mit fünf verschiedenen Musterpunzen wurden insgesamt 2184 Zierelemente geprägt. Diese setzen sich zusammen aus kleinen und größeren Perlbuckeln, Ringbuckeln, Rippen- und linsenförmigen Eindrücken. Dabei können 85 Zierzonen mit 27 horizontalen Motivgruppen unterschieden werden.

Goldhüte

Der Spätbronzezeit

Bereits anhand der wenigen bekannten Goldhüte lässt sich detailliert nachvollziehen, wie die Toreuten im Laufe der Spätbronzezeit die Technik des Treibens von Gold immer meisterhafter beherrschten. So ist der recht kleine und schwere Schifferstädter Goldhut noch aus dickem Goldblech gefertigt und mit einfacher Punzverzierung versehen. Dagegen wurden die jüngeren Stücke als hohe, konische Hohlkörper aus papierdünnem Goldblech ebenfalls in einem Stück gerieben und tragen eine komplexere Ornamentik.

Im Hinblick auf die Herstellungstechnik und Verzierung bestehen detaillierte Übereinstimmungen zwischen den Goldkegeln und den etwa zeitgleichen Goldblechgefäßen in Mittel- und Nordeuropa sowie den sogenannten Goldblechkronen im atlantischen Westeuropa.

Dieses deutet darauf hin, dass die vielleicht als Wanderhandwerker tätigen Goldtoreuten einem gut organisierten und weit vernetzten Handwerkerstand angehörten. Wobei die Herstellung der Goldblechkegel als Spitzenprodukte der Goldtoreutik gewiss hochspezialisierten Meistern vorbehalten war. Der einheitliche Musterschatz von Goldkegeln, Goldblechkronen und Goldgefäßen spiegelt vielleicht eine kulturübergreifende Astralsymbolik wider. Falls in der Ornamentik der Goldhüte, wie vermutet, astronomisches Wissen kodiert wurde, erforderte die Fertigung der Unikate eine enge Zusammenarbeit von Toreuten und Auftraggebern.

Zur Funktion der Goldblechkegel vom Typ Schifferstadt

Die Funktionen der Goldblechkegel und ihre symbolische Bedeutung sind bis heute Gegenstand von Diskussionen. Das kostbare Material Gold, die aufwendige Herstellung mit der reichen Ornamentik, die Größe und zugleich Fragilität sowie die rituelle Deponierung schließen einen praktischen Gebrauch der Goldkegel aus. Zweifellos handelt es sich um sakrale Gegenstände, die in Mittel- und Westeuropa in einem über Jahrhunderte gepflegten Kult zur Anwendung kamen.

Bereits bei seiner Auffindung wurde der Schifferstädter Goldkegel als Kopfbedeckung („goldene Krone oder Mütze; goldener Hut“) erkannt. Tatsächlich stützen die Funde einiger ähnlich ornamentierter, kalottenförmiger „Goldblechkronen“ im atlantischen Raum Spaniens und Irlands grundsätzlich eine solche Deutung. Zwischenzeitlich wurden auch andere Funktionen der Goldkegel, etwa als Bekrönung von Kultpfählen oder Götterbildern oder als astronomische Kalendarien, in Erwägung gezogen oder glaubhaft dargelegt. Mit dem Bekanntwerden des „Berliner Goldhutes“ schwenkte in der Debatte das Pendel erneut in Richtung Deutung als goldener Hut. Denn das Unterteil des gut erhaltenen „Berliner“ Goldkegels entspricht dem ovalen Umriss einer gängigen Hutgröße, und auch der Schifferstädter Goldkegel könnte als Hut getragen worden sein. Hierbei ist jedoch zu bedenken, dass verschiedene rituelle Funktionen – etwa als zeremonielle Kopfbekrönung und Träger astronomischen Geheimwissens – sich keinesfalls ausschließen.

Funktion der Goldblechkegel

Hoheitszeichen von Göttern, Priestern oder Herrschern

Hohe konische Hüte als Hoheitszeichen von Göttern, Priestern oder Herrschern sind in den Hochkulturen des Vorderen Orients weit verbreitet und auch in der europäischen Bronzezeit verschiedentlich belegt. Darstellungen von Personen – vielleicht Götter oder Priester – mit konischen Hüten finden sich etwa an Bronzefiguren aus Italien und Schweden. Konische Hüte aus organischen Materialien dürften in Europa weit verbreitet gewesen sein. Doch wegen der Tabuisierung figürliche Bilder in der Bronzezeit Mitteleuropas fehlen hier entsprechende Darstellungen.

Das Phänomen der Goldhüte in der Urnenfelderkultur Mitteleuropas ist möglicherweise entstanden durch die Verschmelzung verschiedener Einflüsse aus West und Ost. So stammt die Idee der goldenen Zeremonialkrone aus dem mittelbronzezeitlichen Westeuropa. Während die hohen Zeremonialhüte von den kegelförmigen Götterkronen der vorderasiatischen Hochkulturen angeregt wurden.

Ähnlich wie prachtvolle Scheiben und Schalen aus Gold werden auch die Goldhüte mit einem Sonnen- und Himmelskult in Verbindung gesehen. In den bronzezeitlichen Hochkulturen des Vorderen Orients galten Prunkaxt und Krone als Hoheitszeichen für Himmelsgötter und ihre weltlichen Vertreter. Der König verkörperte zugleich weltliche Herrschaft, geistliche Macht und oberste Gerichtsbarkeit, dabei wirkte er als oberster Priester. Auch die Goldhüte vom Typ Schifferstadt wurden wohl von den höchsten Offizianten bei religiösen Zeremonien vor größeren Kultgemeinschaften öffentlichkeitswirksam zur Schau gestellt. Wer jedoch die Träger oder Trägerinnen waren, auf welche Weise und wie häufig die Zeremonien abgehalten wurden und um welche religiösen Lehren und Handlungen es sich handelte, ist nicht bekannt.

Hierbei drängt sich ein Vergleich mit dem Druidentum bei den eisenzeitlichen Kelten auf, dessen Wurzeln bis in die Bronzezeit zurückreichen könnten. Die Druiden als Angehörigen eines elitären Priesterstandes sind durch antike Schriftquellen überliefert, aber – wie die Goldhutträger – archäologisch kaum fassbar. Gemäß den antiken Autoren wirkten die Druiden unter anderem als Wahrsager und oberste Opferpriester sowie als Bewahrer einer religiösen Lehre der Wiedergeburt und als Hüter astrologischen Wissens.

Aus welchen Gründen der Schifferstädter Goldhut letztlich aus dem Gebrauch genommen wurde, ist nicht erschließbar. Jedenfalls wurde das kostbare Metall nicht wieder eingeschmolzen und damit eine Entweihung verhindert. Stattdessen wurde der sakrosankte Kultornat aus Goldhut und Bronzebeilen innerhalb eines verlassenen Siedlungsareals zeremoniell im Boden beigesetzt.

Die Bronzezeit und die mittelbronzezeitliche Pfalz

Die Bronzezeit in Mitteleuropa (ca. 2200–800 v. Chr.) wurde in der Frühzeit der Vorgeschichtsforschung anhand der sich wandelnden Bestattungssitten in die drei Perioden Früh-, Mittel- und Spätbronzezeit unterteilt. Während der Frühbronzezeit (Hockergräberzeit) (ca. 2200–1600 v. Chr.) wurden die Toten in seitlicher Hockerlage und in Flachgräbern beigesetzt, die zumeist kleine Gräbergruppen bilden. In der mittelbronzezeitlichen Hügelgräberkultur (ca. 1600–1300 v. Chr.) hat man Männer, Frauen und Kinder in gestreckter Rückenlage unter Grabhügeln beigesetzt. Entweder als zentrale Hauptbestattung, über die ein Hügel aufgeschüttet wurde, oder als Nachbestattung in einen schon bestehenden Grabhügel. Am Übergang zur spätbronzezeitlichen Urnenfelderkultur (ca. 1300–800 v. Chr.) setzte sich die Leichenverbrennung durch und die Brandreste wurden zunehmend in Urnen auf ausgedehnten Flachgräberfeldern beigesetzt.

Die Bronzezeit erlebte eine ganze Reihe technischer Innovationen, darunter die namengebende Bronzemetallurgie. Hierzu mussten das bergmännisch gewonnene Kupfer und das Zinn über weite Entfernungen transportiert und zusammengeführt werden. Aus dieser Notwendigkeit entstand ein dichtes Austauschnetz von Gütern, das fast ganz Europa umspannte. Möglich wurde dies durch die Einführung des Hauspferdes zu Beginn der Bronzezeit, das als verlässliches Lastentier einen raschen und weiten Warentransport erlaubte. Neben Kupfer und Bronze verhandelt wurden Luxusgüter wie Gold, Bernstein und Glas aber auch Gebrauchsgüter wie Salz. Aufrechterhalten und kontrolliert wurde der Warentausch von lokalen Eliten, die über weite Entfernungen in Kommunikation standen. Auf diese Weise fanden technische Innovationen, aber auch gesellschaftliche Ideologien und religiöse Vorstellungen eine rasche Verbreitung.

So sind in der Frühbronzezeit die ersten Hakenpflüge nachgewiesen. In der Mittelbronzezeit wurden die Erntemesser aus Feuerstein durch die bronzene Getreidesicheln ersetzt. Was die landwirtschaftlichen Erträge vergrößerte und die Erntearbeit erleichterte. Die Einführung der ersten Streitwagen mit Speichenrädern revolutionierte kurzfristig die Kriegstechnik und verbesserte langfristig die Mobilität. Auch die Metallurgie erreichte einen neuen Höhepunkt. Metallhandwerker erlangten neben althergebrachter Gussverfahren (Gießer) die Fähigkeit, die spröde Bronze zu feinen Blechen zu treiben (Toreuten). Neben Bronzeblechgefäßen treten nun getriebene bronzene Schutzwaffen wie Helme, Schilde und Brustpanzer auf. Neuerungen in der Waffentechnik, wie die Einführung des Schwertes, förderten die Herausbildung eines professionellen Kriegerstandes. Am Ende der Bronzezeit wurde das Reitpferd von nomadischen Reiterkriegern aus den eurasischen Steppen nach Europa eingeführt.

Prominente Funde aus der Pfalz, wie der Goldhut von Schifferstadt, die Bronzeräder von Haßloch oder die bronzenen Flussfunde von Bobenheim-Roxheim, bieten aufschlussreiche Erkenntnisse zur Kulturgeschichte der Bronzezeit in Mitteleuropa. Jedoch, ähnlich wie in den Nachbarregionen, sind aus der Hügelbronzezeit zwar zahlreiche Gräber, aber kaum Siedlungsbefunde archäologisch erforscht. So ist die Mehrzahl der mittelbronzezeitlichen Siedlungsplätze nur durch Oberflächenfunde bekannt. Von 22 potenziellen Siedlungsstellen (Stand 2025) wurden bisher nur fünf archäologisch untersucht und konnten auf diese Weise als mittelbronzezeitliche Siedlungen (ca. 1600–1300 v. Chr.) bestätigt werden. Bemerkenswert ist der Nachweis einer befestigten Höhensiedlung der späten Hügelgräberbronzezeit auf dem Hohenberg bei Birkweiler. Gebäudegrundrisse in Form von Pfostengruben lassen sich gegenwärtig in der Pfalz nur für die Früh- und Spätbronzezeit anführen. Aus der Frühbronzezeit kennen wir zweischiffige Langhäuser, die eine beträchtliche Größe erreichten und vielleicht als Wohn-Stallhäuser dienten. Die bisher dokumentierten mittelbronzezeitlichen Siedlungsbefunde umfassen dagegen überwiegend Gruben, die zur Materialentnahme und als Vorratsspeicher angelegt wurden und nach ihrer Auflassung der Abfallentsorgung dienten. Im Vergleich hierzu stellt die 2006 in Schifferstadt dokumentierte mittelbronzezeitliche Kulturschicht auch über die Region der Pfalz hinaus eine Ausnahmeerscheinung dar.

Die bekannten mittelbronzezeitlichen Siedlungen liegen zumeist auf fruchtbaren Lößriedeln in der Rheinebene und dabei regelhaft im Schutz von sonnigen Südlagen. Auffällig ist dabei eine Siedlungskonzentration in der Vorderpfalz. Obwohl es sich hierbei lediglich um eine Momentaufnahme der Forschung handelt, fällt doch die zentrale Lage der „Goldhutacker-Siedlung“ in der mittelbronzezeitlichen Siedlungslandschaft ins Auge. Ein vier Kilometer südlich des „Goldhutackers“ im Böhler-Schifferstädter Wald (Stürzig) gelegener Grabhügel aus der späten Hügelgräberbronzezeit (ca. 14. Jh. v. Chr.) bietet einen weiteren Hinweis auf wirtschaftliche Prosperität in der verkehrsgünstigen Kleinregion. Der reiche weibliche Metallschmuck als persönliche Totenausstattung in Grab 2 umfasst drei prächtige Gewandnadeln aus Bronze, ein Collier mit Perlen aus baltischem Bernstein und goldene Schläfenringe. Ohne Zweifel gehörte die bestattete Frau einer wohlhabenden und privilegierten Gesellschaftsgruppe an. Deren Vertreter waren Teil eines transkontinentalen Austauschnetzwerkes, das von den alpinen Kupferbergbaurevieren bis an die Ostsee reichte.

Goldener Hut

Galerie

Literatur Goldhuttext

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Michler, M., Les haches du Chalcolithique et de l´Âge du Bronze en Alsace. Prähistorische Bronzefunde IX, 26 (Stuttgart 2013).

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Sperber, L., Wer trug den goldenen Hut? – Überlegungen zur gesellschaftlichen Einbindung der Goldkegel vom Typus Schifferstadt. In: Germanisches Nationalmuseum (Hrsg.), Gold und Kult der Bronzezeit (Nürnberg 2003) 204–219.

Sperber, L., Die goldenen Kegelhüte Alteuropas. Ihr Platz in Religion und Gesellschaft. In: Der Goldene Hut von Schifferstadt. Ausstellungskatalog des Historischen Museums der Pfalz (Speyer 2008) 9–77.

Abbildungsnachweis

Abb. 1: Der Goldblechkegel von Schifferstadt (1835). © Stiftung Historisches Museum der Pfalz Speyer, Foto: Peter Haag-Kirchner.

Abb. 2: Die Goldblechkegel von Avanton (1865, Poitou/Frankreich), Schifferstadt (1835, Rheinpfalzkreis), Ezelsdorf (1952, Mittelfranken) und „Berlin“ (Fundort unbekannt). © Stiftung Historisches Museum der Pfalz Speyer, Foto: Peter Haag-Kirchner.

Abb. 3: Die mit dem Schifferstädter Goldhut deponierten mittelbronzezeitlichen Absatzbeile (1600–1300 v. Chr.). © Stiftung Historisches Museum der Pfalz Speyer, Foto: Peter Haag-Kirchner.

Abb. 4: Grabungsfläche Schifferstadt 1 (2006) mit dunkelbrauner Siedlungsschicht sowie rezente Pflugspuren (linke Bildhälfte). Anlegen der Profilschnitte in der Goldhutgrube (oberer, rechter Bildausschnitt). © GDKE Landesarchäologie Speyer, Foto: Frank Falkenstein. 

Abb. 5: Rekonstruierte Fundlage des Goldblechkegels mit den angelehnten bronzenen Absatzbeilen nach dem Bericht vom 30. April 1835. © Stiftung Historisches Museum der Pfalz Speyer, Foto: Peter Haag-Kirchner.

Abb. 6: Kartierung der Oberflächenfunde auf Basis der Fundeinmessungen von Andreas Best. Umzeichnung des Grabungsplanums von 2006 mit der „Goldhutgrube“ sowie der mittelbronzezeitlichen Kulturschicht. © GDKE Landesarchäologie Speyer, Marc Bentz.

Abb. 7: Die in einem doppelten Kreuzschnitt untersuchte „Goldhutgrube“ (Befund 5) mit heterogenen Füllschichten im Profil (2006). Die kleine runde Vertiefung auf der Grubensohle markierte die ursprüngliche Fundlage vom 29. April 1835 (unterer, zentraler Bildausschnitt). © GDKE Landesarchäologie Speyer, Foto: Frank Falkenstein. 

Abb. 8: Umzeichnung des Grabungsprofils der „Goldhutgrube“ (Befund 5) mit heterogenen Füllschichten (2006) sowie die Rekonstruktion der verschiedenen Aushubphasen von 1835. © Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Frank Falkenstein.

Abb. 9: Anhand des Grabungsprofils (2006) rekonstruierte Lage des Goldhutes bei der Auffindung und die darauffolgenden Erdarbeiten (1835). © Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Frank Falkenstein.

Abb. 10: Fragmentierte Tierknochen (Speiseabfälle); hauptsächlich Schwein aus der mittelbronzezeitlichen Kulturschicht (2006). © GDKE Landesarchäologie Speyer, Foto: Marc Bentz.

Abb. 11: Fragmente mittelbronzezeitlicher Siedlungskeramik aus der Kulturschicht (2006). © GDKE Landesarchäologie Speyer, Foto: Marvin Heim.

Abb. 12: Zeichnerische Rekonstruktion zweier grober Töpfe mit S-förmigem Profil und plastischen Kerbleisten (2006). © Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Frank Falkenstein. 

Abb. 13: Freilegung der mittelbronzezeitliche Lochhalsnadel aus Bronze zwischen Keramikfunden unmittelbar unterhalb des Laufhorizontes bei der Freilegung (2006). © GDKE Landesarchäologie Speyer, Foto: Frank Falkenstein.

Abb. 14: Detailaufnahme der Lochhalsnadel mit Kolbenkopf nach der Restaurierung (2025). © GDKE Landesarchäologie Speyer, Foto: Marvin Heim.

Abb. 15: Kartierung der bislang bekannten mittelbronzezeitlichen Siedlungsstellen (ca. 1600–1300 v. Chr.) in der Pfalz. © GDKE Landesarchäologie Speyer, Marc Bentz.

Verein für Heimatpflege Schifferstadt e.V.

Öffnungszeiten Heimatmuseum

  • Das Heimatmuseum hat immer von April bis Oktober von 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr geöffnet

  • Jeden 1. Sonntag im Monat

  • Der Eintritt ist kostenfrei

Führungen für Gruppen sind außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

Anmeldung Heimatmuseum