
Die Madonna
Veröffentlicht am: 8. März 2026
Die Sandstein-Madonna an der Kirchenstraße 17 in Schifferstadt
Am Gebäude der ehemaligen Brauerei und Gaststätte „Zum Adler“, heute Heimatmuseum, befindet sich eine Sandstein-Madonna in einer Figurennische. Sowohl das Gebäude (erbaut um 1830) als auch die Madonna gehören zu den Kulturdenkmälern des Rhein-Pfalz-Kreises. Die Marienskulptur wird mitunter auf den Bau des Westgebäudes, d.h. 1715 bzw. allgemein in den Barock datiert.
Nach neun monatiger Restaurationszeit ziert die farbige Sandsteinmadonna wieder das Gebäude der ehemaligen Gaststätte „Zum Adler“ an der Ecke Kirchenstraße / Große Kapellenstraße. Ausgeführt wurde die Restaurierungsarbeiten von der Firma Franck, unterstützt wurde das Aufstellen der restaurierten Figur vom Schifferstadter Bildhauerbetrieb Bartholomä. Die Idee der Restaurierung stammte aus dem Verein für Heimatpflege Schifferstadt e.V., der dafür die Stadt um Unterstützung gebeten hat. Die feierliche Einsegnung der Madonna fand am 27. Juni 2025 durch Herrn Pfarrer Albrecht Effler statt.
Theologisch und symbolisch ist die Madonna ein Hinweis auf Maria als „Mutter Gottes“ (Theotokos), wie sie im Konzil von Ephesus (431 n. Chr.) bekräftigt wurde. In der Bibel wird Maria in besonderer Weise im Magnificat (Lk 1,46–55) als diejenige gepriesen, die auf Gott vertraut. Sie erscheint im Johannesevangelium (Joh 19,25–27) unter dem Kreuz als Mutter der Glaubenden. Darin liegt ein tiefes Symbol: Maria steht für den Glauben, der Gott Raum gibt und Christus in die Welt bringt.
Kunstgeschichtlich steht die Figur in der Tradition volkstümlicher Hausnischenmadonnen, wie sie im 19. Jahrhundert vielerorts an Gebäuden angebracht wurden – als Schutzzeichen, Glaubensbekenntnis und Ausdruck religiöser Identität. Ortsgeschichtlich erinnert die Adlermadonna zugleich an die frühere Gaststätte „Zum Adler“, deren Name nun in neuer Weise mit der religiösen Symbolfigur verschränkt ist.
Die Madonna mahnt uns auch heute noch zu Respekt und Ehre gegenüber religiösen Symbolen: Sie sind nicht bloße Dekoration, sondern Ausdruck einer lebendigen Glaubens- und Kulturgeschichte, die Schifferstadt bis heute prägt.
Nach neun monatiger Restaurationszeit ziert die farbige Sandsteinmadonna wieder das Gebäude der ehemaligen Gaststätte „Zum Adler“ an der Ecke Kirchenstraße / Große Kapellenstraße. Ausgeführt wurde die Restaurierungsarbeiten von der Firma Franck, unterstützt wurde das Aufstellen der restaurierten Figur vom Schifferstadter Bildhauerbetrieb Bartholomä. Die Idee der Restaurierung stammte aus dem Verein für Heimatpflege Schifferstadt e.V., der dafür die Stadt um Unterstützung gebeten hat. Die feierliche Einsegnung der Madonna fand am 27. Juni 2025 durch Herrn Pfarrer Albrecht Effler statt.
Sowohl das Gebäude, in dem die Adlerstube und das Heimatmuseum zu finden sind, als auch die Madonna gehören zu den Kulturdenkmälern des Rhein-Pfalz-Kreises. Das Eckgebäude stammt aus der Erbauungszeit um 1830. Die Marienskulptur wird mitunter auf den Bau des ersten Hauses (Westgebäude), d.h. 1715 bzw. allgemein in den Barock datiert. Unterlagen zu früheren Restaurierungen der Skulptur sind nicht erhalten.
Aus diesem Grund wurde die Firma Franck damit beauftragt, mithilfe verschiedener Untersuchungsmethoden die Fassungsphasen der Skulptur zu analysieren, um somit Anhaltspunkte zu deren historischen Gestaltung liefern zu können. Im Anschluss wurde in Absprache mit der unteren Denkmalbehörde ein Konzept zur Konservierung bzw. Restaurierung der Skulptur beschlossen.



