Geschichte

Veröffentlicht am: 7. Februar 2026

Ewige Anbetung

Inmitten einer Zeit großer Not entstand die Anbetungsgemeinschaft St. Jakobus in Schifferstadt. Ab 1933 prägten politische Umbrüche und die Folgen des Zweiten Weltkrieges das Leben der Menschen: Elend, Vertreibung, Hunger, gefallene Soldaten und damit verbundene Witwen und Waisen, Bombardierungen der Städte und zahlreiche Verletzte hinterließen tiefe Spuren in der Gesellschaft. In dieser schweren Zeit wuchs das Bedürfnis nach Halt, Trost und geistlicher Kraft.

Eine entscheidende Rolle spielte Pfarrer Peter Maria Weihmann, der die Großpfarrei St. Jakobus übernahm. Geprägt von seinem Ideal „eucharistisch – marianisch – apostolisch“ hatte er eine klare Vision: Schifferstadt zu einer Musterpfarrei und zu einer leuchtenden geistlichen Kraft der Vorderpfalz zu machen. Besonders beeindruckt war er von den Schwestern in Schönstatt, die Tag und Nacht vor dem Allerheiligsten beteten. Vor den Kommunionkindern im Winter 1943/1944 sagte er: „So eine Großmacht auf den Knien wünsche ich mir auch in Schifferstadt.“

1944 wurde dieser Wunsch greifbar: Das Tabernakel konnte täglich geöffnet werden, ermöglicht durch die Bereitschaft zahlreicher Gemeindemitglieder, wöchentlich eine Gebetsstunde zu übernehmen. Motivation fanden sie in der intensiven Gebetsschule der Pfarrei, in der Pflege des persönlichen Gebets und in der Not der Kriegsjahre. So entstand aus Leid und Zerstörung eine lebendige Anbetungsgemeinschaft, die St. Jakobus zu einem geistlichen Zentrum in der Stadt machte – ein Ort, an dem Glaube, Hoffnung und Gebet miteinander lebendig werden.

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